Monats-Archive: April 2019

Neuer Obmann für das Schießwesen

Einen Wechsel gab es bei den Obleuten der Jägerschaft Alfeld. Der bisherige Obmann für das Schießwesen Wolfgang Kutzner hat aus Zeitgründen um Ablösung gebeten. Als Nachfolger ist nunmehr Jens Garbe berufen worden.

Der Vorstand der Jägerschaft Alfeld dankt Herrn Kutzner für seinen langjährigen Einsatz und wünscht Herrn Garbe viel Erfolg als Obmann für das Schießwesen.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften

In der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Alfeld nahm der Vorsitzende Dr. Hanns-Eberhard Liebing zahlreiche Ehrungen vor.

Für 40jährige Treue zur Jägerschaft wurden geehrt: Hermann Kaufmann, Hartmut Laue, Heinrich Mensing, Dieter Möller, Reinhard Rusche, Norbert Treppner, Jürgen Tschorsch, Heinrich Wöckener-Vennekohl, Dr. Carl Behrens, Wilhelm Koch, Friedrich Landsberg, Dr. Cord Plate, Horst Schaper, Friedrich Schoppe, Hans-Joachim Budde, Jochen Nahmmacher, Friedel Wenzeck, Herbert Philipp. Ehrungen Jagdhornbläserkorps:20 Jahre Gold Silke Burose-Hirte, 30 Jahre Gold mit Zahl Marlis Draheim, 30 Jahre mit Zahl Birgit Ohle. Ehrungen für besondere Verdienste: LJV Bronze Silke Burose-Hirte, DJV Bronze Dr. Heiko Hagemann, LJV Silber Uwe Stave.

Bericht über die diesjährige Jahreshauptversammlung

Die gut besuchte Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Alfeld wurde vom Vorsitzenden Dr. Hanns-Eberhard Liebing in Eime, Landgasthaus Knoche, eröffnet. Als Ehrengäste wurden Bürgermeister Volker Senftleben (MdL) und Kreisjägermeister Dr. Joachim Algermissen begrüßt. Musikalisch wurde die Versammlung vom Bläserkorps der Jägerschaft Alfeld umrahmt. Dr. Liebing ging in seinem Jahresbericht lobend auf die Hegeringe ein, die öffentlichkeitswirksam für Schul-und Kindergartenkinder tätig waren. Hervorzuheben ist die „Grüne Meile“ der Jäger anlässlich des Stadtfestes in Alfeld.

Neue Hegeringleiter sind Klaus Sprengel, Hegering VIII  und Gerd Rodenbüsch, Hegering III. Neuer Schießobmann der Jägerschaft Alfeld ist Jens Garbe. Informationen über die Jagdpolitik und den Streckenbericht wurden von Jägermeister Jürgen Schmidt vorgetragen.Die Kleine Jagdnovelle ist seit November 2018 in Kraft getreten. Ein Problem sind die Invasiven Arten wie Waschbär, Marderhund und Nilgans. Nun sind auch noch Bisam, Nutria und Luchs dazugekommen und machen Schaden oder vertreiben das Rehwild. Geplant ist die Schallminderung beim Schießen und ein Schießnachweis ohne Leistungsnachweis. Beim Streckenbericht gab es keine großen Veränderungen  gegenüber dem Vorjahr. Nur beim Schwarzwild ist die Strecke stark angestiegen. Von 68 992 Stück in Niedersachsen sind allein im Landkreis Hildesheim über 2000 Stück Schwarzwild geschossen worden. Durch die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) haben zahlreiche Bundesländer die Schonzeitaufhebung  angekündigt und „Pürzelprämien“ bereitgestellt. Die Fallwildquote beim Rehwild ist mit 11 Prozent stark gesunken, sie lag vor Jahren noch bei 30 Prozent. Vom Hundeobmann Bernd Franke war zu hören, das fünf Hunde die Gebrauchsprüfung bestanden haben. Für das Bläserkorps konnte Silke Burose-Hirte von 18 Auftritten zu verschiedenen Anlässen berichten. Erfreut war sie über einige Neuzugänge. „Schön ist, dass sich immer mehr Damen für die Tradition des Jagdhornblasens interessieren“, so Silke Burose-Hirte. Ein gutes Stück Arbeit, aber ein großer Erfolg war die Aktion „Jagdhornblasen ist bunt“ mit befreundeten Bläsergruppen bei der Wittenburg bei Elze. Für dieses Jahr ist am 4. August im Rahmen von „Rosen und Rüben“ eine Aktion „Jagdhornklang am Waldesrand“ im Duinger Wald vorgesehen. Zuschüsse für Hegebuschanpflanzungen müssen bei Dr. Heiko Hagemann beantragt werden. Der Luchsbeauftragte Uwe Stave berichtete über die Aktion „Fellwechsel“. Hier können Bälge abgegeben werden. In der Jägerschaft stehen mehrere Kühltruhen zu Verfügung. „Der Luchs, so Uwe Stave, wird sich dieses Jahr stark vermehren“. Beim Wolf ist die Rechtslage unzureichend, hier muss die Politik reagieren. Es folgte ein Vortrag von Bodo Berger von der Firma Brenneke „Sauber erlegt“, Basiswissen zur Waffen-und Munitionskunde. Ein Antrag von Hegeringleiter VI, Sven Heinen, wurde zur Kenntnis genommen. Er fordert die Jägerschaft Alfeld auf zur Demonstration beim Landkreis Hildesheim. Es geht um die Minderung der Jagdsteuer, die mit 20 Prozent die höchste in Niedersachsen ist und um Minderung der Trichinenschaugebühr. Hier waren die Mitglieder unterschiedlicher Meinung. Dr. Algermissen, Jürgen Schmidt und Volker Senftleben waren unisono der Meinung, es sind schon Gespräche geführt worden und demnächst soll ein Antrag an den Kreistag gestellt werden. Immerhin hat die Jägerschaft Alfeld über 600 Mitglieder, aber für eine Demonstration war die Mehrheit nicht zu überzeugen.